Soziales Schleswig

Bild: pixabay
  • Soziale Arbeit
    Kernthema sozialdemokratischer Politik in der Stadt ist die soziale Arbeit mit all ihren Facetten. Ihr Ziel ist es, unsere Stadt für alle lebenswert zu gestalten. Gerade zur Umsetzung der Forderung nach Gerechtigkeit und Chancengleich-heit setzen freie Träger in Zusammen-arbeit mit den städtischen Institutionen und den Einrichtungen wichtige Akzente. Die SPD Schleswig wird diesen Prozess, wo erforderlich, weiter unterstützen, not-wendige Veränderungen anregen und konstruktiv begleiten.

 

  • Stadtteilarbeit
    Die SPD Schleswig fordert die Schaffung von Stadtteilzentren, damit die gute Arbeit der verschiedenen Institutionen, Vereine und Verbände besser bei den Menschen ankommen kann. Hierfür werden kurze Wege und eine zentrale Anlaufstelle direkt im Stadtteil gebraucht.
    In Stadtteilzentren können zum Beispiel soziale, kulturelle, integrative und sportliche Aktivitäten an einem Ort angeboten werden. Die Stadtteilzentren sollen zur Vernetzung der verschiedenen Anbieter und der Menschen im Stadtteil beitragen. Aufbauend auf der Sozialraumplanung soll in den Stadtteilen Friedrichs-berg und St. Jürgen mit dem Aufbau solcher Einrichtungen begonnen werden. Zur Stärkung des sozialen Miteinanders wollen wir für die Stadtteile St. Jürgen und Friedrichsberg zudem Stadtteilfonds einrichten.Die Sozialraumplanung der Stadt Schleswig zeigt uns sehr deutlich, in welchen Stadtteilen im Laufe der letzten Jahre besonders großer Bedarf an sozialer Arbeit entstanden ist. Das Jugend-zentrum Schleswig soll mit seinen Res-sourcen verstärkt in diesen Stadtteilen attraktive Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit bereitstellen.

 

  • Sozialpass
    Auf dem Weg zu Teilhabe und Chancen-gleichheit ist der Sozialpass für Schleswig eine große Errungenschaft. Städtische Einrichtungen müssen im Rahmen des Sozialpasses Angebote machen. Wir hoffen, dass sich weitere Einrichtungen und Institutionen anschließen.
    Der Sozialpass für Schleswig steht nicht in Konkurrenz zu anderen Initiativen. Vielmehr wird die SPD Schleswig diese aktiv unterstützen, um finanziell schwächeren Schleswigerinnen und Schleswigern Teilhabe am gesell-schaftlichen und kulturellen Leben zu ermöglichen.

 

  • Familienzentren Schleswig
    Familienzentren sind wichtige Anlauf-stellen für die ganze Familie. Die vernetzende Arbeit der Familienzentren im Friedrichsberg und St. Jürgen ist wichtig und notwendig. Wie die Sozialraumplanung in Schleswig zeigt, ist es erforderlich, diese Einrichtungen in den beiden Stadtteilen dauerhaft zu erhalten. Deshalb setzen wir uns weiter für ihre finanzielle Förderung ein. Die Kooperation der Familienzentren mit der „Bildungs-landschaft Schleswig“ ist verbindlich und Voraussetzung für eine weitere Förderung seitens der Stadt Schleswig. Dies gilt selbstverständlich auch für andere Institutionen und Einrichtungen, die Angebote für Kinder, Jugendliche und deren Familien bereitstellen.

 

  • Schulsozialarbeit
    Die Schulsozialarbeit hat sich an den Schleswiger Schulen über mehrere Jahre etabliert. Wir sehen den Bedarf dieser Arbeit auch weiterhin und werden uns für ihre Sicherung und, wo immer das nötig ist, ihren Ausbau einsetzen. Die Schüler-zahl soll für die Bemessung der Stunden-anteile der Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozial­arbeiter stärker gewichtet werden. Zudem unterstützen wir eine stetige Qualifizierung der Mitarbeiter.

 

  • Integration
    Hinsichtlich der Integration von Geflüch-teten und Einwanderern leisten die verschiedenen Institutionen hervor-ragende Arbeit. Die Schleswiger Willkom-menskultur wird weiterhin gepflegt und bleibt fester Bestandteil unserer Politik. Sprache ist eine Schlüsselkompetenz für das Gelingen von Integration. Deutsch-kurse müssen deshalb in ausreichender Zahl angeboten werden. Wir verstehen Integration nicht nur als politisch-institutionelle Aufgabe, sondern gerade auch als gesellschaftliche Heraus-forderung. Deshalb müssen Möglich-keiten und Gelegenheiten für einen aktiven und persönlichen Austausch zwischen Geflüchteten/ Einge­wanderten und Deutschen geschaffen werden. Die SPD Schleswig verlangt eine ausreichende personelle Ausstattung der Verwaltung für dieses Aufgabengebiet.

 

  • Jugendbeteiligung
    Die Beteiligung von Kindern und Jugend-lichen an Entscheidungen, die ihre Angele-genheiten betreffen, ist der SPD Schleswig eine Herzensangelegenheit. Die Jugend-konferenz hat sich nach anfänglichen Schwierigkeiten neu gefunden und soll in diesem Sinne eingebunden werden. Jugendbeteiligung darf weder Einbahn-straße noch Alibi sein. Verwaltung und Kommunalpolitik sind dazu aufgerufen, die Kinder- und Jugendbeteiligung ernst zu nehmen und die Themen für die Jugendkonferenz altersgerecht vor- und aufzuarbeiten. Hierzu bedarf es auch zukünftig einer Begleitung und eines festen Ansprechpartners in der Verwal-tung, der als Schnittstelle zwischen Jugendkonferenz, Verwaltung und Politik fungiert. Die Stadt ist weiterhin in der Pflicht, Kinder und Jugendliche projekt-bezogen zu beteiligen.
    Jugenderholungsmittel
    Freizeiten wie zum Beispiel die Zeltlager in Rantum oder Neukirchen sind für viele Schleswiger Kinder und Jugendliche und deren Familien ein ganz besonderer Bestandteil ihrer Ferienplanung. Wir setzen uns dafür ein, den Anbietern von Jugendfreizeiten Jugenderholungsmittel nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz zur Verfügung zu stellen.

 

  • Seniorinnen und Senioren
    Die Seniorinnen und Senioren sollen sich in Schleswig und besonders in ihren Wohnquartieren wohlfühlen. Wir werden uns auch in Zukunft zum Beispiel für eine wohnortnahe Lebensmittelversorgung, barrierefreie Zuwegungen zu öffentlichen Gebäuden, soziale und kulturelle Ange-bote im Stadtteil und die Sicherstellung der Mobilität einsetzen.
    Der Seniorenbeirat trägt mit seiner Arbeit aktiv zur Willensbildung und Entscheidungsfindung in der Schleswiger Kommunalpolitik bei. Diese Arbeit werden wir weiter unterstützen und gemeinsam mit den Seniorinnen und Senioren weiterentwickeln. Gegebenenfalls sind auch sie projektbezogen zu beteiligen.

 

  • Menschen mit Behinderungen
    Das Leben in ihrem Stadtteil ist für alle Bürgerinnen und Bürger von zentraler Bedeutung. Die SPD Schleswig setzt sich daher dafür ein, dass besonders Menschen mit Behinderungen die bestmögliche Betreuung nach dem Bundesteilhabegesetz in ihrem Stadtteil erhalten. Formulare und Schreiben der Stadtverwaltung sollen in Zukunft in leichter Sprache verfasst werden. Dies kommt allen Schleswigerinnen und Schleswigern zugute.

 

  • Obdachlosigkeit
    Obdachlosigkeit ist in einer so reichen Gesellschaft wie unserer grundsätzlich zwar nicht hinnehmbar, kommt aber leider vor. Wir setzen uns dafür ein, dass die Betreuung und der wohnliche Standard der Obdachlosenunterkünfte im Ansgarweg verbessert werden. Dazu zählen für die SPD unter anderem Duschen und Möglichkeiten der Textilwäsche. Standort der Unterbringungsmöglichkeiten und eine angemessene Betreuung sollten gemeinsam mit den entsprechenden Beteiligten wie zum Beispiel dem Kreis Schleswig-Flensburg und dem Diakonischen Werk überdacht werden.

 

  • Gesundheitsstandort
    Schleswig ist mit seinem neuem Kranken-haus Gesundheitsstandort, den es weiter zu entwickeln gilt. Schleswiger Bürger brauchen in allen Stadtteilen Zugang zu Ärzten, ambulanten Pflegediensten und anderen Anbietern wie Psychotherapie oder Apotheken. Das Klinikum mit den verschiedenen Krankenhausangeboten ist der größte Arbeitgeber in der Region. Wir setzen uns dafür ein, dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken.

 

  • Hospiz und Pflegestützpunkt
    Die SPD begrüßt die Initiative zur Errichtung eines stationären Hospizes in Schleswig. Wir werden diese an entsprech-ender Stelle positiv begleiten und notwendige Weichenstellungen vorantreiben. Ein trägerunabhängiger Pflegestützpunkt soll auch für den Kreis Schleswig-Flensburg eingerichtet werden. Pflegebedürftige und deren Angehörige müssen die Möglichkeit erhalten, sich adäquat und unabhängig beraten zu lassen.