Geld für Vereine zur Bewätigung der Corona-Folgen

Bericht aus dem Kultur-, Sport- und Tourismusausschuss (KST) der Stadt Schleswig vom 30.09.2021.

Sonderförderung für gemeinnützige Vereine und Stiftungen in der Stadt Schleswig

Bereits auf den letzten Sitzungen hatten sich die Mitglieder des Ausschusses über dieses Thema gebeugt. Anlass war ein Antrag der CDU-Fraktion einen Verein coronabedingt finanziell zu unterstützen. Da eine einzelne Förderung im Sinne der Gleichbehandlung aller gemeinnützigen Vereine in Schleswig für die SPD nicht in Frage kam, hatten die SPD und die Grünen einen entsprechenden Änderungsantrag gestellt.

Nach einiger Diskussion im Ausschuss im Juni wurden diese in eine Arbeitsgruppe verwiesen. Hier einigten sich Grüne, SSW, freie Wähler und die SPD auf einen gemeinsamen Antrag, der als Verwaltungsvorlage nun abgestimmt wurde. Vertreter*innen der Schleswiger CDU nahmen an diesem Treffen leider nicht teil.

Schlussendlich wurde die Verwaltungsvorlage in der September-Sitzung des Ausschusses nun beschlossen und die Schleswiger Vereine haben nun die Möglichkeit bis zu 3000 EUR Sonderförderung zur Abmilderung der Corona-Folgen bei der Stadt zu beantragen. Die entsprechenden Formalitäten sind auf der Homepage der Stadt Schleswig abzurufen. „Wir freuen uns, dass wir nach der Förderung der Kinder und Jugendlichen im kommenden Jahr nun auch die gemeinnützigen Institutionen, Vereine und Verbände in Schleswig einmalig fördern können. Wir müssen die Vereine nicht nur in Sonntagsreden für ihren gesellschaftlichen Einsatz loben, sondern gerade jetzt, nach den diversen Einschränkungen bzgl. der Corona-Pandemie, sie finanziell besser ausstatten, um nötige Investitionen zu tätigen, verlorene Mitglieder wiederzugewinnen und um attraktiv für die Mitglieder zu bleiben. Die SPD Schleswig freut sich, dass dies mit diesem Antrag nun gelungen ist.“, kommentiert Henrik Vogt den Ausgang der Abstimmung. Auch die CDU stimmte schlussendlich für den Antrag. Zum Zeitpunkt der Abstimmung war einer der vier CDU-Ausschussmitglieder zugegen.

Nach dem Willen der Verwaltung soll die Sonderförderung noch in diesem Jahr ausgezahlt werden. Die entsprechenden Mittel sind im Nachtragshaushalt bereits eingestellt und beschlossen.

 

Tourismusentwicklungskonzept

Nach einer kurzen Einführung von Frau Dr. Pfannkuch erläuterte Herr Triphaus das Konzept, welches durch den Aufsichtsrat der Ostsee-Fjord-Schlei GmbH (OFS) und in der Lenkungsgruppe des TEK im Sommer 2021 final abgestimmt wurde.

Im Kern der Marke Ostseefjord Schlei steht die Naturidylle, auf die die drei Profilthemen mit jeweils zwei Profilspitzen einzahlen. Das Profilthema „Natur Erlebnis“ beinhaltet die Profilspitzen ‚Radfahren‘ und ‚Naturerkunden‘. Das Profilthema „Maritimes Erlebnis“ beinhaltet die beiden Profilspitzen ‚Strand & Baden‘ und ‚Wassererlebnisse‘. Das dritte Profilthema „Regionale Identität“ umfasst die Profilspitzen ‚Wikinger‘ und ‚Deutsch-Dänische Geschichte‘.

Die Umsetzung dieses Konzeptes wurde einstimmig beschlossen.

 

Erinnerungskultur in Schleswig

Im Jahr 2023 jährt sich die auf dem Stadtfeld von den Nationalsozialisten initiierte Bücherverbrennung am 23. Juni 1933 zum 90. Mal. Die Verwaltung hatte in der Sitzung des Kultur-, Sport- und Tourismusausschusses am 11.03.2021 vorgeschlagen, diesem Datum in geeigneter Form zu gedenken und ggf. eine nachhaltige Erinnerungskultur zu entwickeln. Dies hatte der Ausschuss begrüßt. Am 13.09.2021 traf sich der für dieses Projekt gegründete Arbeitskreis zu einer ersten Beratung. Teilnehmer*innen dieses Arbeitskreises waren Vertreter der im Kultur, Sport und Tourismusausschuss vertretenen Fraktionen, der Leiter der Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten als Berater, der Vorsitzende der Gesellschaft Schleswiger Stadtgeschichte, Erich Koch als langjähriger Experte, Vertreter*innen der Jugendkonferenz und der Verwaltung.

Die Teilnehmer*innen dieses Arbeitskreises kamen überein, dass auf dem Stadtfeld in jedem Fall ein Erinnerungsort zum Gedenken an die Bücherverbrennung entstehen soll. Die Erinnerungskultur in Schleswig sollte konzeptionell geplant werden und die Bevölkerung sowie die junge Generation in besonderer Weise einbeziehen. Die näheren Details sowie Vorschläge für die Durchführung eines künstlerischen Wettbewerbs zur Gestaltung des Erinnerungsortes werden durch den Arbeitskreis Erinnerungskultur in einem Workshop erarbeitet.

Der Ausschuss stimmte einstimmig für dieses Vorgehen.

 

Kulturhaus auf der Freiheit

Der Bürgermeister führte aus, dass alle Planungen für das Kulturhaus im Zeitplan sind.

Es gibt Überlegungen, einen Förderverein zu gründen.

 

Sportentwicklungsplanung

Es gab ein Treffen mit den Schleswiger Fußballvereinen, in dem es um einen Standort für einen weiteren Kunstrasenplatz in Schleswig ging.

Man einigte sich auf den Standort hinter der Bugenhagenschule. Nun folgen weitere Untersuchungen, ob dieser Platz geeignet ist.

In diesem Zusammenhang stellt Ausschussmitglied Henrik Vogt fest: „Ich freue mich sehr, dass die Verwaltung so zügig an die Umsetzung der SPD-Anträge zur Sportentwicklungsplanung in Schleswig geht.“

Es folgten Berichte der Volkshochschule, der Stadtbücherei und des Stadtmuseums zu dem jeweiligen Abrechnungszeitraum 2020. Diese zeigten, dass die Corona-Pandemie nicht spurlos an diesen städtischen Einrichtungen vorübergegangen ist.

 

Für die SPD im Ausschuss: Henrik Vogt, Horst Zingler und Sönke Harders

 

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.