Perspektive für den Sport – SPD schlägt weitreichende Maßnahmen vor

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Nach Vorstellung der auf Initiative der SPD erstellten integrierten kommunalen Sportentwicklungsplanung im Kultur-, Sport- und Tourismus der Stadt Schleswig, hat sich die SPD Fraktion den Ausarbeitungen, Ergebnissen und Handlungsempfehlungen angenommen. Sie hat  einen Antragskatalog erstellt, der zum Ziel hat, dass der Vereins- und der Individualsport und damit Bewegung insgesamt in Schleswig Perspektive erhält.

„Uns als SPD Schleswig war von Anfang an klar, dass wir die Ergebnisse der Sportentwicklungsplanung schlussendlich auch ernst nehmen müssen. Mit den beantragten Schwerpunkten geht die SPD den Weg hin zu einer nötigen Aufwertung des Sports in unserer Stadt konsequent weiter.“, erklärt der stellv. Vorsitzende des Ausschusses Henrik Vogt.

Sportstättenkataster

Die SPD Fraktion wird im kommenden Ausschuss die Fortschreibung und damit Pflege des Sportstättenkatasters beantragen.

„Das erstellte Sportstättenkataster der vorliegenden Planung bietet uns als politischen Akteuren, aber vor allem der Verwaltung, die nötigen Eckdaten und Informationen, an welchen Stellen bzw. bei welchen sportlich genutzten städtischen Flächen und Sportanlagen Handlungsbedarf besteht. Um weiterhin keine notwendige bauliche Maßnahme zu verpassen und die Sportanlagen und sportlich genutzten Flächen in Stand und somit für die Schleswigerinnen und Schleswiger, egal ob Vereins- oder Individualsportler nutzbar zu halten, muss das Kataster zwingend fortgeschrieben und gepflegt werden.“, verdeutlicht SPD-Ausschussmitglied Sönke Harders den Antrag.

Öffnung der Sportstätten Jahn- und Domschulsportplatz

Sportliche Betätigung im Freien muss auf den städtischen Sportstätten zukünftig auch wieder auf dem sogenannten „Thingplatz“ an der Michaelisallee und auf den sportlichen Anlagen des Domschulsportplatzes möglich sein. Die SPD möchte den Schleswigerinnen und Schleswigern mit diesem Antrag Möglichkeiten bieten, ihren sportlichen Neigungen auf ordentlich gepflegten Sportanlagen ausüben zu können.

„Wir haben diesen Antrag kritisch in der Fraktion diskutiert und es ist davon auszugehen, dass die Kosten für die Unterhaltung und Pflege der Plätze steigen werden. Wir werden nach einem Jahr nach Öffnung der Sportstätten diese Entscheidung überprüfen und mit den weiteren Nutzern, wie Schulen und Vereinen, ins Gespräch kommen wollen, um über eine weitere Öffnung zu befinden.“, erläutert SPD-Ratsherr und Ausschussmitglied Eckhard Haeger kritisch den Vorschlag der SPD Fraktion.

Gleichzeitig fordert die SPD ein transparentes und nutzerfreundliches System, um Individualsportlerinnen und –sportlern aufzuzeigen, ob die entsprechende Sportstätte gerade durch Schule oder Verein gebucht bzw. belegt ist. Diesbezüglich wäre eine QR-Code-Lösung anstrebenswert.

Bewegungsangebote auf Park- und Grünflächen

Es gibt in Schleswig viele Frei,- Grün- und Parkflächen, die zukünftig so gestaltet werden könnten, dass sie die Bürgerinnen und Bürger und vor allem die Kinder und Jugendlichen zur Bewegung motivieren. Schwerpunkte sieht die SPD Fraktion auf den Flächen der Königswiesen, am Lornsenpark, im Schleswiger Tiergarten und im Friedrichsberg auf der Fuhrbachschen Koppel. Etwaige bauliche Maßnahmen, wie zum Beispiel festinstallierte Sportgeräte, sollen unter der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger im Vorwege entwickelt werden.

Gerade auch die Beschränkungen des Sports hinsichtlich der Corona-Pandemie zeigen bereits heute, dass solche Sportangebote und Bewegungsinseln auch erstklassig von Sportvereinen genutzt werden könnten.

Aufwertung des Alleestadions

Die vorgestellte integrierte kommunale Sportentwicklungsplanung zeigt nicht nur den aktuellen Stand aller in Schleswig befindlichen Sportstätten und Bewegungsräume auf, sondern zeigt auch auf sehr anschauliche Weise, wie vorhandene Sportstätten für alle Bürgerinnen und Bürger attraktiver gestaltet werden können.

Die Studie zeigt klar, dass es nötig ist, die vorhandenen Sportstätten und Bewegungsräume in Schleswig für seine Bürgerinnen und Bürger attraktiver zu gestalten.

Das Alleestadion eignet sich aus Sicht der SPD Fraktion hervorragend für eine Erweiterung, da rund um die Laufbahn Platz vorhanden ist bzw. weitere Flächen erschlossen werden könnten. Hier könnte z.B. ein um das gesamte Gelände verlaufender, befestigter Weg, der den vorhandenen Höhenunterschieden folgt, von Läufern, Radfahrern, Inlinern etc. genutzt werden.

Ferner soll das Rasenspielfeld überplant werden und dort die Errichtung einer multifunktionalen und ganzjährig nutzbaren 3-Felder-Kaltsporthalle sowie weiterer Sportangebote vorsehen. Ähnlich wie auf weiteren Park- und Freiflächen können auch hier mehrere Bewegungsinseln in die Gesamtfläche integriert werden, welche sowohl vom Individualsport als auch dem Vereinssport genutzt werden könnten.

„Mit diesem Antrag geht es der SPD um einen ersten Aufschlag. Wir wollen hier von der Verwaltung Zahlen, Daten und Fakten bezüglich der Machbarkeit erhalten, über die der Ausschuss zu den Haushaltberatungen im nächsten Jahr beraten kann. Die Stoßrichtung ist jedoch jetzt schon deutlich. Wir wollen das Alleestadion zu einem sportlichen Zentrum für Vereins- und Individualsportler weiterentwickeln.“, so Henrik Vogt.

Weitere Kleinsport- oder Gymnastikhalle

Ebenfalls ist der Bedarf von kleineren gedeckten Hallen bzw. Gymnastikräumen in der integrierten kommunalen Sportentwicklungsplanung aufgeführt. Diese werden vor allem von den Sportvereinen schmerzlich vermisst.

Hier ist die Raumnot eine große Herausforderung gerade in den Wintermonaten, wenn die Fußballerinnen und Fußballer in den Sporthallen trainieren. In erster Linie ist zu prüfen, ob es Bestandsgebäude gibt, in denen diese Räumlichkeiten integriert werden können. Ein Neubau allerdings soll zumindest geprüft und damit nicht aus den Augen verloren werden.

Mit einer Einrichtung oder Errichtung einer solchen Sportstätte und mit der Errichtung einer Kaltsporthalle wird die Raumnot vor allem im Winter erheblich abgemildert.

Ein Sanierungsplan für die Bellmannhalle

Nach Analyse der vorliegenden Daten der Sportentwicklungsplanung ist festzustellen, dass die Bellmannhalle in einem der schlechtesten baulichen Zustände aller Schleswiger Sporthallen ist. Es besteht, nach Auffassung der Autoren der Sportentwicklungsplanung und der SPD Fraktion, an dieser Stelle dringender Handlungsbedarf. Aus diesem Grund soll die Verwaltung dem Ausschuss einen Modernisierungs- und Sanierungsplan vorstellen, um die zahlreichen Mängel in den kommenden Jahren zu beheben.

Das Thema Barrierefreiheit ist in diesem Zusammenhang zwingend mitzudenken und in die Planungen einzubeziehen. Sportlich aktiv sind nicht allein junge Menschen, die gut zu Fuß sind, sondern vor allem, dies zeigen die Daten der Studie eindrücklich, auch bzw. vor allem Schleswiger Seniorinnen und Senioren.

„Das Dachgeschoss ist seit Jahren aus Brandschutzgründen nicht zu nutzen. Hier wird viel Platz verschenkt und liegen gelassen, der unter anderem auch für kleinere Gymnastikräume geeignet sein könnte. Im Zuge einer Modernisierung soll dieser Raum zwingend wieder erschlossen werden. Auch ist die Nutzung des Dachgeschosses wiederherzustellen. Hier wird viel nutzbarer Platz verschenkt.“, unterstreicht Sönke Harders die Dringlichkeit des Anliegens.

Ein Sportbüro für Schleswig

Henrik Vogt stellt fest: „Die bereits bestehenden Aufgaben der Verwaltung hinsichtlich des organisierten Sports in Schleswig und die neuen Herausforderungen und beantragten Anliegen werden verwaltungsseitig mehr personelle Ressourcen benötigen. Hier dürfen wir uns keinen Illusionen hingeben. Das ist mit Bordmitteln der Verwaltung nicht zu schaffen. Daher möchten wir die Verwaltung diesbezüglich besser aufstellen.“

Nach Vorstellung der SPD ist diese Stelle, dessen Stundenanteile von der Verwaltung noch zu ermitteln ist, direkt der Fachbereichsleitung anzugliedern. Die entsprechenden Mittel sollen bereits in den nächsten Haushalt aufgenommen werden.

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