Wikingerstadt – Wirtschaft und Kultur gemeinsam

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Bericht aus der Sitzung des Kultur-, Sport- und Tourismusausschusses der Stadt Schleswig vom 14.11.2018

Schleswig nennt sich seit einigen Jahren Wikingerstadt. Doch abgesehen von Einzelaktionen, die mehr oder wenig Anklang finden, passiert nicht viel. Der Kulturausschuss hat daher die Verwaltung beauftragt, gemeinsam mit Wirtschaft und Kulturschaffenden ein Konzept zu entwickeln. Am 19. Oktober fand ein gemeinsamer Workshop statt. Stadtmanager Schütze konnte berichten, dass es einen sehr guten Austausch der Akteure gab. Es wurde beschlossen, dass man diesen Weg gemeinsam weiter gehen möchte und bei der AktivRegion ein Förderantrag entwickelt werden soll.

Die SPD findet es richtig, dass man nun endlich gemeinsam an einer breit getragenen Konzeption arbeitet, um das Thema Wikingerstadt qualitätvoll zu entwickeln.

Fortschreibung Tourismusentwicklungskonzept (TEK)

Das Tourismuskonzept der Stadt Schleswig ist aus dem Jahre 2009 und ist somit dringend überarbeitungsbedürftig. Es wurde einstimmig beschlossen, dass sich die Stadt Schleswig an einem regionalen TEK beteiligt, dass von der Ostseefjord Schlei GmbH in Auftrag gegeben wird. Regionale TEK werden vom Land zu 75 % bezuschusst. Für die Stadt Schleswig entstehen Kosten in Höhe von knapp 6.000,– €. Die Belange der Stadt Schleswig sind in dem TEK besonders zu berücksichtigen. Auf Nachfrage seitens der SPD wurde bestätigt, dass auch die Entwicklung des Kulturtourismus eine besondere Rolle spielen wird.

Die Schleswiger SPD sieht hier gute Chancen zur Weiterentwicklung und Stärkung des Tourismus in der Region und in der Stadt Schleswig.

Richtlinien zur kulturellen Förderung

Die im Jahr 2017 entwickelten Richtlinien wurden angepasst. U. a. wurde aufgenommen, dass es die Möglichkeit zum vorzeitigen Maßnahmebeginn geben soll. Das macht es für Veranstalter einfacher, das schon vor einer Genehmigung des Zuschusses mit der Planung begonnen werden kann. Kulturnetz e.V. hat bisher eine regelmäßige institutionelle Förderung erhalten. Mangels Nachweisen über Veranstaltungen musste diese Förderung nun leider eingestellt werden.

 

Die SPD legt Wert darauf, dass der Fördertopf für kulturelle Veranstaltungen in gleicher Weise wie bisher (13.100,– €) erhalten bleibt, auch wenn die Summe in diesem Jahr leider nicht ausgeschöpft wurde.

Haushaltsentwürfe

Seitens des KST-Ausschusses wurden die einzelnen Posten, die in die Zuständigkeit des Ausschusses fallen, zumindest mehrheitlich angenommen. Es gibt keine Kürzungen im kulturellen Bereich und auch die Sportvereine erhalten ihre Zuschüsse in gewohnter Höhe. Für die Volkshochschule hat die Verwaltung zwei neue Stellen beantragt. Das ist innerhalb der Fraktionen strittig. Die SPD-Fraktion ist der Auffassung, dass die Notwendigkeit der beiden Stellen seitens der Verwaltung schlüssig dargelegt wurde. Die VHS arbeitet noch mit einem Personalbestand aus den 70-er Jahren bei einem kontinuierlich gestiegenen Kursangebot. Wir haben uns vor Ort selbst einen Eindruck gemacht. Es wurde ausgeführt, dass die dortigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den letzten Jahren bis an die Grenze der Belastbarkeit arbeiten, z.T. sogar darüber hinaus. Die Verwaltung konnte Vergleichszahlen zu anderen Volkshochschulen vorlegen, die auf eine deutliche Unterbesetzung hinweisen. Entweder, es gibt zwei zusätzliche Stellen, oder das Kursangebot muss reduziert werden. Der Kostendeckungsgrad der VHS wird auch mit zwei zusätzlichen Stellen im Jahr 2019 bei rd. 75 % liegen. Dieser Wert liegt deutlich über den vom Landesrechnungshof angegebenen Richtwerten von 65 %.

 

Dazu SPD-Fraktionsvorsitzender Stephan Dose: „Die Volkshochschule ist eine wichtige Bildungseinrichtung der Stadt Schleswig. Wir möchten nicht, dass das Kursangebot reduziert wird.“

 

 

Schleswig, 04.12.2018

Für die SPD-Fraktion

Stephan Dose

 

Für die SPD im Kultur-, Sport- und Tourismusausschuss: Stephan Dose, Sönke Harders, Maren Korban

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