Holm und Altstadt werden geschützt

Türen und Fenster auf dem Schleswiger Holm Bild: SPD Schleswig

Seit vielen Jahren gibt es immer wieder Kritik an Bauprojekten, die sich nicht in das Erscheinungsbild unserer Altstadt einfügen. Prominentes Beispiel aus dem Jahre 2010 ist ein mehrgeschossiges Wohnhaus  in der Fischbrückstraße, dass von vielen Bürgern als Bausünde eingestuft wird, da es sich wegen des zu hohen Baukörpers nicht an die Umgebung anpasst.Als das Domcafé abbrannte und auf dem Grundstück ein Neubau errichtet wurde, gab es in der Bevölkerung zu dessen Gestaltung genauso kritische Diskussionen wie zu einem aktuellen Bauvorhaben in der Langen Straße.

Die SPD Schleswig hat sich frühzeitig dafür ausgesprochen, dass durch eine Gestaltungssatzung verbindliche Vorgaben zum Schutz der Altstadt und des Holmes erlassen werden. Inzwischen liegt ein Entwurf vor, der vom Fachdienst Bau der Stadt mit Unterstützung von externen Experten erarbeitet wurde. Hierbei wurden auch die  Denkmalschutzbehörden und die Kommunalpolitik beteiligt. Der Entwurf beschreibt für etwa 350 Häuser in den Gebieten „Holm“, „Altstadt um den Dom“,  „Rathausmarkt“ und „Nördliche Altstadt (bis Gallberg)“ wichtige Gestaltungsgrundsätze. Diese sollen unter anderem die Bauflucht, die Fassadengliederung, die Dachform, die Dachneigung, Gauben- Fenster- und Türarten sowie zulässige Größen, Materialien und Farben von Bauteilen regeln.

In einer Veranstaltung am 27.09.2016 wurde der Entwurf der Gestaltungssatzung öffentlich vorgestellt und mit Bürgern diskutiert. Weitere Anregungen von Bürgern sind während der vierwöchigen Auslegungsfrist möglich. Danach wird eine vorläufige Endfassung der Gestaltungssatzung erarbeitet, es wird eine weitere Bürgerbeteiligung im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung geben, danach erfolgt die Beratung und Beschlussfassung in den politischen Gremien. Diesen Prozess begleiten wir als SPD weiterhin konstruktiv.

Mit einem Beschluss zum Erlass einer Gestaltungssatzung für den Bereich Holm/Altstadt durch die Ratsversammlung (voraussichtlich Februar 2017) wäre ein weiterer wichtiger Punkt unseres Kommunalwahlprogrammes 2013 umgesetzt.

03.10.2016

Jürgen Lorenzen

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