Konzept Hesterberg: Die Verantwortung liegt nun bei der CDU

Theatergebäude Schleswig Bild: SPD Schleswig

Zur Debatte um den Theaterneubau in Schleswig und die Zukunft des Landestheaters erklären die Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Ralf Stegner, der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Eka von Kalben, und der Abgeordneten des SSW, Lars Harms:

Am Donnerstag wird sich in Schleswig entscheiden, ob die Stadt eine neue Theaterspielstätte erhält und damit das Landestheater gerettet wird oder nicht.

Die Ratsversammlung stimmt über ein Konzept für ein neues Theater auf dem Hesterberg ab, das in den Ausschüssen im Dezember und erneut am vergangenen Montag eine Mehrheit erhielt. Dem Standort Hesterberg hatte die Ratsversammlung bereits im Mai 2013 mit großer Mehrheit einschließlich der Stimmen der CDU zugestimmt.

Anders als die schwarz-gelbe Vorgängerregierung ist sich die rot-grün-blaue Koalition ihrer Verantwortung bewusst und hat deshalb alles getan, um den Theaterstandort Schleswig zu erhalten und damit auch den Bestand des Landestheaters zu sichern. Deshalb wurde das Konzept gegenüber der Vorlage im Dezember finanziell weiter unterfüttert. Das Land stellt neben dem Gelände Hesterberg und der kompletten Übernahme der Schadstoffsanierung zusätzlich 1 Mio. Euro zur Verfügung. Auch die kommunalen Spitzenverbände stehen solidarisch zu Schleswig und geben neben den bereits vereinbarten 6,3 Mio. Euro weitere 600.000 Euro für den benötigten Neubau dazu. Die Stadt beteiligt sich mit den vereinbarten 5 Mio. Zudem hat das Land die Dynamisierung der Theatermittel wieder in den Haushalt aufgenommen.

Die vom Land zugesagten Mittel sind an das Konzept Hesterberg gebunden. Selbstverständlich ist die Schleswiger Ratsversammlung in ihrer Entscheidung frei. Die Verantwortung dafür, ob Schleswig eine Theaterspielstätte erhält, liegt nun bei der CDU. Insbesondere der Vorsitzende der Kreis-CDU und der Landtagsfraktion, Johannes Callsen, kann sich jetzt nicht mehr auf die Ausrede finanzieller Unwägbarkeiten zurückziehen: Das Konzept für den Hesterberg liegt vor und ist finanziell gesichert. Wer diese Chance verspielt, setzt die Existenz des Landestheaters mit 400 Arbeitsplätzen und damit das öffentliche Theaterangebot für den ganzen nördlichen Landesteil aufs Spiel.

Keine Kommentare vorhanden

Machen Sie bei der Konversation mit.

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.