Zufälle gibt es, die gibt es gar nicht.

Sönke Büschenfeld Bild: SPD Schleswig
Leserbrief zum Angebot, das Theater für 1,– € (in Worten: Eins) zu erwerben: Druckversion
Zufälle gibt es, die gibt es gar nicht.

19. März: Sitzung des Bauausschusses, in dem Herr Neubauer als Mitglied anwesend war. Die Verwaltung informiert über den geplanten Abriss des Theaters und schätzt die Kosten auf 600 T€

22.April: Sitzung der Ratsversammlung, in der Neubauer ebenfalls anwesend war. Der Nachtragshaushalt der Stadt Schleswig für das Jahr 2014 wird einstimmig (also mit der Stimme Neubauers) beschlossen. – Gegenstand ist u. a., dass 600 T€ für den Abriss des Theaters eingestellt werden

21. Mai: Sitzung der Ratsversammlung. Es wird beschlossen, das Theater am Standort Hesterberg zu errichten. Die Verwaltung möchte einen städtebaulichen Wettbewerb und sieht Chancen für z. B. ein Hotel. Die SPD sieht in einem Hotel eine gute Perspektive für eine wirtschaftliche Entwicklung im Lollfuß. Neubauer bezweifelt in seiner Stellungnahme, dass es dort Interessenten für ein Hotel geben könnte. Schließlich hätte man ja schon jahrelang intensiv nach einem Hotelinvestor gesucht, warum also sollte das gerade jetzt passieren, so Neubauer.( Auf Antrag der CDU gibt es sogar einen wörtlichen Mitschnitt )

7. Oktober Sinneswandel Neubauers: Er wundert sich, dass die Verwaltung das Theater angesichts der Überlastung selbst abreißen möchte (obwohl er das selbst beschlossen hat, s.o.) und bringt einen Hotelneubau ins Spiel (den er ja vorher selbst angezweifelt hat, s.o.)

8. Oktober: die Pressemitteilung Neubauers erscheint in den Schleswiger Nachrichten

11. Oktober: Herr Schlüschen gibt ein entsprechendes Angebot ab, Erwerb für 1,– € (in Worten: Eins). Dieses Angebot geht sofort per Mail an Herrn Radtke (Schleswiger Nachrichten) und an die Parteien CDU, SPD, SSW und Grüne. Eingang in der Stadtverwaltung erst am 14. Oktober, so dass die Stadt als Eigentümer das schriftliche Angebot (Dreizeiler) erst nach der Presse erhalten hat.

14. Oktober: Herr Neubauer teilt mit, dass Herr Schlüschen kein Vetter von ihm sei und die beiden Herren nicht miteinander verwandt sind.

Zufall?

Sönke Büschenfeld, SPD , Ratsherr

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