Zum Bürgermeisterwahlkampf in Schleswig:

Liebe Schleswigerinnen und Schleswiger,

am 20. Oktober findet die für Schleswig so wichtige Stichwahl für das Amt des Bürgermeisters statt.

Nachdem der Bürgermeisterwahlkampf in den vergangenen acht Wochen anständig und fair verlaufen ist, ändert sich dies in der Endphase augenscheinlich. Verantwortlich dafür sind ein Redakteur der Schleswiger Nachrichten, Michael Radtke, sowie einige CDU-Mitglieder: die Auseinandersetzung wird unsachlich und persönlich.

Arthur Christiansen wird vorgeworfen, er würde sich – nach inzwischen fünf öffentlichen Veranstaltungen – einer öffentlichen Diskussion entziehen, indem er ein von den Schleswiger Nachrichten initiiertes „Duell“ mit seinem Gegenkandidaten ablehnt und den Friedrichsberger Bürgerverein mit einer Absage brüskiert.

Klar ist, dass Herr Christiansen sich keinesfalls einer öffentlichen Diskussion verweigert. Herr Christiansen hat sogar nach dem ersten Wahlgang im September bei den Schleswiger Nachrichten gefragt, welche Planungen dort bestehen. Mitgeteilt wurde, dass es keine konkreten Planungen gebe. Daraufhin hat Herr Christiansen weitere Termine vereinbart und auf seiner Homepage veröffentlicht. Den Schleswiger Nachrichten gegenüber hat er seine grundsätzliche Bereitschaft erklärt und um Terminabsprachen gebeten. Stattdessen wurde von dort ein Termin vorgegeben, an dem Herr Christiansen nicht in Schleswig ist, weil er in Gütersloh den Ausschuss für Bildung des Deutschen Städtebundes leitet. (Übrigens ist Herr Christiansen der einzige schleswig-holsteinische Bürgermeister, der solch einen Bundesausschuss leitet).

Der Vorwurf Michael Radtkes, Arthur Christiansen würde den Friedrichsberger Bürgerverein brüskieren, ist haltlos. Die Diskussionsveranstaltung des Bürgervereins sollte am gleichen Tag wie das Gespräch bei den Schleswiger Nachrichten stattfinden. Herr Christiansen hat in einem Telefonat mit dem Vorsitzenden des Friedrichsberger Bürgervereins zwei Freitage als Ausweichtermine angeboten. Diese wurden vom Bürgerverein abgelehnt.

Das alles ist nachzulesen auf der Homepage von Herrn Christiansen: www. arthur-christiansen.de („Mailverkehr mit Herrn Radtke“, „Schreiben an den Friedrichsberger Bürgerverein“).

Die Behauptung, Herr Christiansen verweigere sich, ist also schlichtweg falsch und reine Meinungsmache. Mit dieser Meinungsmache spaltet die Schleswiger Nachrichten die Bevölkerung und die CDU setzt die gute Zusammenarbeit aller in der Ratsversammlung vertretenen Fraktionen aufs Spiel.

Daher ist es notwendig, dass Schleswig einen Bürgermeister bekommt, der mit nachgewiesener Kompetenz und Erfahrung, unabhängig und frei von Schleswiger Altlasten, ohne Verwicklungen und Verbandelungen und mit neutralem Blick von außen als Motor die Stadtentwicklung voranbringt.

Und deshalb ist es wichtig, dass Sie, liebe Schleswigerinnen und Schleswiger, am 20. Oktober Arthur Christiansen wählen.

Schleswig, 12. Oktober 2013

Stephan Dose

SPD Fraktionsvorsitzender

P.S.

Herr Christiansen hat die Schleswiger Nachrichten zu einer Gegendarstellung aufgefordert. Bezeichnenderweise ist dies bis heute (12. Oktober) nicht geschehen.

P.P.S.

Noch ein Wort zu der unsäglichen Bilderdiskussion der CDU: Herr Christiansen hatte auf seiner Homepage und in einem Flyer (der übrigens vor mehr als 5 Wochen in Schleswig verteilt wurde) Fotos, die ihn mit Peter-Harry Carstensen und Jost de Jager zeigen, verwandt. Diese Fotos sind anlässlich öffentlicher Veranstaltungen, an denen Herr Christiansen in seiner Funktion als Bürgermeister teilnahm, entstanden. Offenbar haben die Genannten sich seinerzeit gern mit Herrn Christiansen ablichten lassen. Schließlich war Herr Christiansen noch CDU-Mitglied. Ohne Parteibuch ist Herr Christiansen für die ehemaligen CDU-Granden eine persona non grata geworden, so dass man ihn kurz vor der Stichwahl über den CDU-Landesverband unter Androhung von rechtlichen Schritten „gebeten“ hat, diese Fotos zu entfernen. Die Schleswiger Bürgerinnen und Bürger mögen das selbst bewerten, für mich ist diese Vorgehensweise befremdlich.

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