SPD-Fraktion Schleswig spricht sich für Theaterstandort am Hesterberg aus

Fraktionsvorsitzender Stephan Dose Bild: SPD Schleswig

Es ist das klare Ziel der Stiftung schleswig-holsteinischer Landesmuseen, die Sammlung des Volkskundemuseums nach Molfsee zu verlagern. Das haben sowohl die Landeskulturministerin Anke Spoorendonk als auch der Vorstand der Stiftung unmissverständlich erklärt. Ferner äußerte die Ministerin, dass sie den Neubau eines Theaters am Lollfuß für nicht finanzierbar hält.
Dass die Volkskunde Schleswig verlassen wird, ist ein Verlust für die Stadt, aber er ist durch die Schleswiger Kommunalpolitik nicht zu beeinflussen. Die Entscheidung wurde an anderer Stelle getroffen.

Wer jetzt noch glaubt, die Volkskunde in Schleswig halten zu können, der irrt. Das gleiche gilt für den Theaterneubau am Lollfuß. Wir beschäftigen uns mit der Realität und die lautet, dass die Museumsgebäude am Hesterberg in absehbarer Zeit leerfallen werden.

Der Standort am Hesterberg bietet für das Theater vielfältige Möglichkeiten einer multifunktionalen Nutzung, z. B. für größere Veranstaltungen, die am Standort Lollfuß in der Form nicht zu realisieren sind. Somit ist der Hesterberg auch nicht die zweite Wahl, sondern eine echte Chance für das Theater. Am Hesterberg könnte eine Kulturinsel entstehen, die das Schleswiger Kulturangebot bereichert.

Auch wenn genaue Zahlen noch nicht vorliegen, scheint derzeit klar zu sein, dass ein Theaterneubau am Hesterberg aufgrund der Nutzungsmöglichkeiten der vorhandenen Gebäude erheblich günstiger wird, als der Neubau im Lollfuß. Hier geht es um mehrere Millionen Euro.

Die Schleswiger SPD-Fraktion vertritt die Auffassung, dass das Theater für Schleswig eine immense Bedeutung hat und ein wichtiger Standortfaktor ist. Ohne den Theaterstandort Schleswig ist der Bestand des gesamten schleswig-holsteinischen Landestheaters in Gefahr. Deswegen steht die Schleswiger SPD-Fraktion zu dem Beschluss der Ratsversammlung, trotz sehr schwieriger Haushaltslage 5. Mio. € für einen Theaterneubau zur Verfügung zu stellen. Den Rest müssen andere beisteuern – vielleicht auch das Land – um die Finanzierung zu stemmen.

Das Konzept von Generalintendant Griesebach überzeugt, doch man wird sich die Zahlen genau ansehen müssen. Noch sind die Bedingungen unklar, zu denen die Stadt das Gelände und die Gebäude übernehmen soll und auch die Betriebskosten sind vermutlich höher als am alten Standort. Eine endgültige Entscheidung kann erst getroffen werden, wenn alle Zahlen auf dem Tisch liegen.

Stephan Dose
Fraktionsvorsitzender

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