SPD am Pranger

Jürgen Lorenzen, Ratsherr Bild: SPD Schleswig

(zum Artikel „Lärmschutzwall: Grüne stellen Stadt, CDU und SPD an den Pranger“, SN vom 10.09.2012)
Ja, ihr GRÜNEN, es stimmt, die SPD hat sich tatsächlich vehement dafür eingesetzt, dass das Projekt am Stadtfeld verkleinert und dafür zusätzlich am Gallberg eine Nahversorgung errichtet wird. Natürlich wollen wir, dass die Stadtverwaltung den Investor im Rahmen der bestehenden Verträge unterstützt, damit beide Vorhaben zügig umgesetzt werden können.Das ist im Sinne vieler Bürger –insbesondere in der Altstadt und in St. Jürgen-, die sehnlichst darauf warten, endlich wieder eine wohnortnahe Einkaufsmöglichkeit zu haben. Für den Gallberg bringt es eine erhebliche Aufwertung, womöglich sogar eine Initialzündung. Ökologisch sinnvoll ist es allemal, wenn Menschen ihren Laden fußläufig erreichen können, nicht mit dem Auto zum Einkaufen fahren müssen. Es ist deshalb nicht zu verstehen, weshalb ihr die SPD an den Pranger stellen wollt.
Nein, ihr GRÜNEN, es reicht nicht aus, mit dem Finger auf andere zu zeigen und zu sagen, wie man theoretisch alles hätte besser machen können. Kommunalpolitik ist dann erfolgreich, wenn sie praktisch den Bürgern dient.
Eure Forderung nach Transparenz? Werdet diesem Anspruch gerecht! Erklärt den Bürgern, warum ihr, als in den Ausschüssen darüber beraten wurde, keine Verbesserungsvorschläge zu den Verträgen mit dem Investor gemacht habt, sie nun nicht mehr gut findet und die Stadtverwaltung dafür kritisiert. Erklärt, warum der belastete Boden in Kindergartennähe für euch kein Problem war, an der B201 gelagert euch einen Skandal wert ist.
Ja, ihr GRÜNEN, gute Kommunalpolitik ist harte Arbeit, bedeutet Kooperation mit Bürgern, der Wirtschaft, der Stadtverwaltung und über Parteigrenzen hinweg. Wenn sie erfolgreich ist, ist sie meist sehr konkret, wie die Bagger für das Einkaufzentrum am Gallberg.

Jürgen Lorenzen
(Ratsherr, SPD)

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