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Das Interesse war groß: Über 50 Interessierte folgten
der Einladung der Schleswiger SPD zu der
Informationsveranstaltung zu den Themen Einzelhandel und
Therme.
In ihrer Begrüßung stellte die Ortsvereinsvorsitzende
Birte Pauls die Wichtigkeit von wohnortnahen Einkaufs
und Versorgungsmöglichkeiten angesichts einer immer
älter werdenden Gesellschaft dar: „Was für unsere
Seniorinnen und Senioren gut ist, kommt auch den jungen
Familien mit Kindern zu Gute. Das Leben im Quartier
müssen wir weiterentwickeln“
Herr Hahn, Investor und Projektträger der geplanten
Standortveränderungen am Gallberg und auf dem Stadtfeld,
stellte seine Pläne zusammen mit dem Architekten Sachau
vor. Dabei wurde deutlich, dass sich die Planungen auch
Dank einer guten und bewährten Kommunikation zwischen
Verwaltung, Politik und Investor zielgerichtet
entwickelt haben. Gegenseitiges Vertrauen ist seit dem
Bau des Einkaufscenters im Friedrichsberg vorhanden.
Insgesamt beträgt die Bausumme 8 Millionen Euro,
Fördergelder fließen keine.
Verkünden konnte Herr Hahn, dass er mit der COOP (Sky)
langfristige Mietverträge für beide Standorte
abgeschlossen hat. Auch gab es Bemühungen, namenhafte
Textilanbieter an das jetzige Sky-Gebäude am Gallberg zu
binden, diese Verhandlungen scheiterten aber leider an
zu hohen Miet- bzw. Erwerbskosten seitens des jetzigen
Eigentümers. „Sonst wäre das ein richtiger
innerstädtischer Magnet geworden“, so Uwe Hahn.
Die Frage, warum jetzt wohl mehr Menschen wieder am
Gallberg bei Sky einkaufen sollten, obwohl das Geschäft
mangels Umsatz geschlossen wurde, beantworte Herr Hahn
folgendermaßen: „Das alte Geschäft zeichnete sich durch
einen komplizierten Aufbau, damit verbundenen hohen
Personalkosten und einer schwierigen Parkplatzsituation
aus. Das wird sich durch den Neubau ja alles ändern.
Wäre COOP nicht von dem Standort überzeugt, hätten sie
keinen neuen 15-jährigen Mietvertrag abgeschlossen.“
Der Fraktionsvorsitzende Karsten Reimer stellte klar,
dass die SPD darauf gedrängt hat, beide Standorte zu
entwickeln und den Kindergarten am Stadtfeld zu
belassen.
Die Fragen zum Thema Immissionen und Emissionen sind
gerade mit Hinblick auf die KiTa geklärt.
Die ebenfalls anwesende neue Stadtmanagerin Frau Siegel
unterstrich die Chancen dieser innerstädtischen Planung.
Vorbereitend haben viele Bürgergespräche stattgefunden,
Die Fraktionsmitglieder Jürgen Lorenzen und Lutz Hippe
hatten sich des Themas sehr angenommen, Immer wieder
wurde die von der Schleswiger SPD seit langem vertretene
Theorie der Vorteilhaftigkeit wohnortnaher Versorgung
bestätigt. Das wurde auch an nachfolgenden
Informationsständen der SPD am Sonnabend am Gallberg /
Kornmarkt deutlich. Die SPD hatte vor Ort die Pläne
erläutert, es gab viele Anregungen und positive
Äußerungen. „Das bestätigt unsere Arbeit natürlich“, so
Lutz Hippe.
Der zweite Teil der Informationsveranstaltung galt der
Therme.
Karsten Reimer machte nochmals deutlich, dass die SPD
einen Thermenbau begrüßen würde, aber die Trägerschaft
und die damit verbundenen finanziellen Risiken nicht bei
der Stadt liegen dürften.
Der SPD ist bewusst, dass man die geplante
Gesundheitstherme nicht mit den anderen vorhandenen
Bädern vergleichen kann, aber auch die anderen
betroffenen Kommunen im Land haben sich auf ein im
Rahmen ihrer Bäder als „ solide“ bezeichnetes
Zahlenmaterial verlassen. Die Praxis war dann oft eine
andere, wie die Beispiele Glücksburg und Fehmarn aktuell
zeigen.
Mit der Komplettausrichtung auf ein gehobenes
Wellnessangebot verlässt die projektierte Therme nach
Ansicht der Schleswiger SPD den Rahmen der kommunalen
Daseinsvorsorge.
Birte Pauls stellte darüber hinaus auch die
Förderfähigkeit ganz erheblich in Frage. Auf eine von
ihr als Landtagsabgeordnete gestellte Anfrage teilte das
Wirtschaftministerium in Kiel mit, dass neben den
Geldern zur allgemeinen Bewirtschaftung und
Instandhaltung nur ein angemessenes Gehalt aus dem
Betrieb erwirtschaftet werden dürfe. Anderenfalls
müssten nach dem EU-Beihilferecht die Gewinne wieder an
das Land zurückgeführt werden. Ansonsten liege eine
einzelbetriebliche Förderung vor, für die jedoch
lediglich eine Förderung von zur Zeit ca. 10% erfolgen
könne. „Mit Erstaunen stelle ich fest, dass diese Frage
bis heute nicht geklärt ist“ so Birte Pauls.
Die Schleswiger SPD wird sich in nächster Zeit auch
weiter um andere Themen wie Theater, Bildung,
Gesundheit und Innenstadt kümmern. Außerdem ist das
interkommunale Gewerbegebiet von großer Bedeutung – hier
wird das Entstehen neuer Arbeitsplätze erwartet. |